Eine Militärdoktrin gefährdet die Befreiung der iranischen Nation

Por CrisHam, 11 Marzo, 2026

Diese Analyse stellt eine erweiterte Fassung des Artikels „Der Irankrieg – Risiken und Chancen“ mit neuem Schwerpunkt dar.

 

Die Risiken, die der israelisch-amerikanische Angriff auf den Iran birgt, sind gigantisch, die Chancen allerdings ebenso. Es geht um viel mehr als um nachhaltige Terrorbekämpfung und ein stabiles Sicherheitsgefüge im Nahen Osten. Der Irankrieg ist, ebenso wie der Ukraine- und der Gazakrieg, Teil einer globalen Auseinandersetzung, deren wahre Konturen im manipulierten Ambiente der Mainstream-Berichterstattung verschwimmen. Doch an deren Ende zeichnet sich bereits ein autoritärer, UNO-zentrierter Eine-Weltstaat ab. 

Jeder Krieg, in den sich die westlichen Nationen ziehen lassen, bringt sie dem Ende ihrer dabei vermeintlich verteidigten Freiheit und authentischen Demokratie näher, während die faire Marktwirtschaft von einer Herrschaft privilegierter Oligopole verdrängt wird. 

 

Dauerkrieg und Selbstzerstörung

Seit dem absurd verzögerten Vietnamkrieg (1955-1975) sind die Bürger tief in ein linkes und ein konservatives Lager gespalten. Linke vertreten seither einen nachgiebigen Pazifismus auf Kosten nationaler Interessen, während sich Konservative zunehmend zu Neocons manipulieren lassen, die einen plumpen Hau-drauf-Militarismus vertreten.

Die Spannungen zwischen den beiden falschen Weltsichten haben den inneren Frieden in den westlichen Staaten schon zu lange gefährdet. Der Irankrieg bietet die Gelegenheit, diese gleichermaßen selbstzerstörerischen Wege hinter sich zu lassen. Das erfordert, die seit Vietnam wirksamen psychologischen Mechanismen zu identifizieren. https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/schluss-mit-der-selbstzerstoerung-des-westens - Teil 1 

Das Ambiente der medialen Verschleierung existenzieller Gefahren hat auf der politisch linken Seite eine Steigerung der Nachgiebigkeit gegenüber Islamisten ermöglicht. Zugleich haben die Mainstream-Medien auch die Idee der Neuen Weltordnung unter UN-Hoheit ins linke Lager getragen. Doch wird langsam klar, dass es sich bei dem gepushten Weltstaatprojekt um ein Trojanischen Pferd handelt, das eine zukünftig durch nichts mehr kontrollierte Geldherrschaft einschleust. https://uncutnews.ch/blackrock-ubernimmt-das-wef-du-wirst-nichts-besitzen-und-glucklich-sein-jetzt-in-der-hand-der-finanzmafia/

 

Die minimal invasive Alternative

Während sich das konservative Lager Europas gespalten hat, ist es in Amerika unter Donald Trump aus der Neocon-Politik der suizidalen Dauerkriege ausgeschert. Durch zwei kurze, harte und effektive Schläge gegen definitive Feinde der freiheitlichen Demokratie hat er den verlorenen Respekt gegenüber der Supermacht wiederhergestellt. Der erste im Juni 2025 hat mit der beeindruckenden Zerstörung unterirdischer iranischer Atomanlagen eine weitere Ausdehnung des von Netanyahu gestarteten 12-Tage-Krieges verhindert. Der zweite hat mit der fast unblutigen Beendigung der Maduro-Diktatur dem Selbstbestimmungsrecht der venezolanischen Nation nach Artikel 1 der UNO-Charta Geltung verschafft. 

Mit dieser eintägigen Aktion hat Trump einen seit der Verabschiedung der UN-Charta von 1945 überfälligen minimal-invasiven Ansatz vorgeführt, der freiheitsliebende Nationen elegant von Despoten befreit. Das ist ein entscheidender Schritt weg von den ausgedehnten Kriegen wie im Irak und in Afghanistan, wo stets die betreffende Nation für die Verfehlungen ihrer autokratischen Herrscher bestraft wurde. 

 

Ideologische Differenzen unter Verbündeten

Doch Trumps stabilisierender Kurs ist im jetzigen Irankrieg stark bedroht. Der Nahe Osten beherbergt die weltweit größte Ansammlung unzuverlässiger ‚Freunde‘ des Westens mit anderen Zielen und Wertvorstellungen, darunter eine Atom- und eine werdende Großmacht. https://timesca.com/how-central-asia-is-shifting-from-russia-towards-turkey/

Dass die Atommacht Pakistan (natürlich nicht zufällig) bereits kurz vor dem Beginn des Irankrieges Afghanistan angegriffen hat, zeigt mehr als nur bedenkliche Informationsflüsse. Erstens wird die Bedrohung für Israel um eine unkalkulierbare Ebene erweitert und zweitens können die westlichen Staaten sich jetzt schon fragen, wie sie dem vorhersehbaren Ansturm islamischer Flüchtlinge endlich prinzipienorientiert statt mit selbstzerstörerischem Appeasement begegnen wollen. https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/betrug-der-manipulierte-kampf-der-kulturen-kurzversion 

 

Die unbekannte Dahiya-Doktrin

Einen weiteren Risikofaktor im Irankrieg bildet die Militärstrategie der Netanyahu-Regierung, die Israel nach dem Massaker vom 07. Oktober 2023 - wortwörtlich systematisch - zum Verlierer im seitherigen Propagandakrieg macht. Sie zeigt, wohin Neokonservatismus abdriftet, wenn er nicht als Antikonzept identifiziert wird. 

Nach dieser Strategie werden gezielt zivile Infrastruktur und Wohnsubstanz zerstört. Ihren Verfechtern zufolge soll dies die leidenden Zivilisten veranlassen, sich von den Terroristen abzuwenden. Diese Annahme widerspricht jedoch psychologischen Gesetzmäßigkeiten. Die verfehlte Strategie hat das angegriffene Israel zum Verlierer im Informations- bzw. Propagandakrieg gemacht. Der Antisemitismus ist weltweit angestiegen, während den Terroristen ‘moralisch‘ der Rücken gestärkt wurde und dem Islamismus gewaltige Sympathien zugeflogen sind. 

Diese selbstzerstörerische Wirkung konnte die Dahiya-Doktrin jedoch erst dadurch entfalten, dass sie vom Mediensystem weitgehend totgeschwiegen wurde. KI-bestätigt hat während der gesamten fast 2 ½ Jahre Gazakrieg keine der großen amerikanischen und europäischen Nachrichtenagenturen die Doktrin auch nur einmal erwähnt. Den meisten Israelis ist sie nur oberflächlich bekannt und anderen westlichen Bürgern ganz überwiegend überhaupt nicht. Dabei hätte eine breite öffentliche Kenntnis eine entscheidende Orientierungshilfe in der extrem kontrovers geführten Debatte um die moralische Bewertung des Gazakrieges geliefert. Höchst wahrscheinlich hätte Netanyahu die autodestruktive Doktrin aufgeben müssen.  Auf jeden Fall aber könnten Islamisten die Dahiya-Doktrin auf ihren Internetplattformen nicht so gefährlich verfälschen, wie sie es jetzt tun. Regelmäßig wird dort von der Doktrin behauptet, dass sie die vorsätzliche Tötung von Zivilisten beinhalten würde, womit die verleumderische Grundlage für einen Genozidvorwurf kreiert wird. In Wahrheit richten sich die Angriffe nur gegen Bausubstanz und Terroristen und werden vorher angekündigt.

 

Die Entscheidung

Eine Anwendung der Dahiya-Doktrin im Irankrieg würde Trumps Konzept einer bestmöglichen Vermeidung ziviler Schäden torpedieren und die Befreiung der unterdrückten Bevölkerung in eine Zerstörung des Landes abfälschen.

Daher muss Trump jetzt alle Regierungen der Region, aber ebenso auch die Führung seines eigenen Sicherheitsapparats aus Militär und Geheimdiensten, eng an die Kandare nehmen. Misslingt dies, verspricht der Irankrieg den brutalen, verschleppten und letztlich selbstzerstörerischen Verlauf zu nehmen, den bisher alle großen amerikanischen Kriege von Vietnam bis Afghanistan genommen haben. https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/tueckische-falle-iran

Von Trumps Erfolg hängt auch sein politisches Überleben ab, denn schon im November 2026 sind Kongresswahlen. Ein bis dahin verzögerter Irankrieg würde fast sicher eine Niederlage der Republikaner und im Anschluss daran ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten zur Folge haben. 

Das aber würde die Chancen drastisch reduzieren, den globalen Orwellschen UN-Staat sowie die Gewalt auf dem Weg dorthin noch durch eine demokratische Systemreform abwenden zu können. Denn bei all ihren Fehlern steht die Regierung Trump wie sonst niemand für die Entschlossenheit zur fundamentalen Kurskorrektur.