Im Iran-Krieg steht der Westen keineswegs unter dem Zeitdruck, den viele unter dem Eindruck eng befristeter Waffenstillstände verspüren. Vielmehr spielt die Zeit für ihn, wenn er sie zu nutzen versteht. Denn unter den Sitzen der kriminellen Führung im Iran tickt eine Zeitbombe: die wachsende Opposition. Schon jetzt wollen drei Viertel der Bevölkerung die theokratische Diktatur durch eine echte Demokratie ersetzen. Und viele weitere werden sich ihnen anschließen, wenn man die Angelegenheit klug, aber bestimmt angeht.
Die wachsende Zahl freiheitsliebender Iraner stellt ein wertvolles Gut dar. So wie sich die amerikanischen Siedler in den 13 britischen Kolonien von der britischen Aristokratie befreiten, ist die iranische Nation entschlossen, sich von seinen islamistischen Unterdrückern zu befreien. Doch wie die britischen Machthaber in London damals hat auch das gegenwärtige Regime in Teheran starre Machtstrukturen und einen brutalen „Sicherheitsapparat“ errichtet. Ihre eigene Befreiung kostete die amerikanische Nation einen achtjährigen Unabhängigkeitskrieg. Denn ihre aristokratischen Unterdrücker waren bereit, Briten beiderseits des Atlantiks für ihre autokratische Macht gegeneinander kämpfen zu lassen.
Das fanatische Regime in Teheran ist bereit, sogar das Leben seiner Zivilbevölkerung für sein extremistisches Ziel zu opfern: die weltweite Verbreitung eines radikalen, reformresistenten Islam und damit die Abschaffung von Demokratie und persönlicher Freiheit. https://isgap.org/wp-content/uploads/2025/11/MB-Project-Final-251117-01.pdf
Vor diesem Hintergrund ist die eigene korrekte Haltung der beste Leitfaden für kluge Entscheidungen im Iran-Irak-Krieg: Der entscheidende Schritt ist, die iranische Nation als Brudernation der USA und Israels zu erkennen, idem alle drei – in unterschiedlichen Phasen – im selben Prozess der Befreiung von Unterdrückung und Verfolgung stehen.
In der Praxis bedeutet dies, dass Drohungen gegen die Extremisten in Teheran mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur wie Kraftwerken und Brücken völlig wirkungslos sind. Im Gegenteil: Gewaltbereite Islamisten wie sie und ihre Schützlinge Hamas und Hisbollah provozieren harte westliche Militärschläge auf zivile Bausubstanz, weil sie gelernt haben, sich auf die globalen Mainstream-Medien zu verlassen. Dort wird das Leid muslimischer Zivilisten während westlicher Militäreinsätze breit diskutiert, wobei die auslösende Aggression der Terroristen ignoriert oder verharmlost wird. Auf der resultierenden Sympathiewelle wird der Expansion des Islamismus inmitten der freien Zivilisation der Weg geebnet. Doch dem einseitigen Medienschauspiel fehlt eine solide Grundlage. Jesaja 5,20 sagt: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis für Licht und Licht für Finsternis halten, die Bitteres für Süßes und Süßes für Bitteres halten.“
Daher sind entschlossene, aber nicht überstürzte Maßnahmen erforderlich, um der iranischen Nation die notwendige Unterstützung zu gewähren, sich weitgehend gewaltfrei von der theokratischen Diktatur zu befreien, die vom demokratisch unkontrollierten Machtdreieck aus Oberstem Führer, der Expertenversammlung und dem Wächterrat ausgeübt wird. Mit umsichtigem Management durch die US-amerikanischen und israelischen Geheimdienste und minimaler militärischer Intervention kann die Machtübergabe an die iranische Nation praktisch ohne Blutvergießen und größere Schäden erfolgen. Ein Lösungsansatz findet sich im zweiten Teil der folgenden Analyse: https://www.frieden-freiheit-fairness.com/en/blog/authentical-liberation-iranian-nation Er basiert auf dem soliden Fundament der Fairness und bildet die Alternative zu den kontraproduktiven Militäreinsätzen des Westens nach dem 2. Weltkrieg. Diese Kriege und Interventionen von Vietnam bis Afghanistan zur vermeintlichen Verteidigung der Demokratie sind vor allem an einem unsensiblen, den Gedanken authentischer Befreiung verfehlenden Umgang mit der betroffenen Zivilbevölkerung gescheitert. Kommunistische bzw. islamistische Extremisten wurden dadurch nicht geschwächt, sondern sie erhielten wachsenden Zulauf und weltweite ‚moralische‘ Rückendeckung durch die Mainstream-Medien.
Auch im Irankrieg versäumen es die Medien, die Sympathien und damit authentische Befreiung verhindernden strategischen Elemente wie die Zerstörung von Infrastruktur klar zu kritisieren. Ganz im Gegenteil verfälscht bereits die mediale Etikettierung der Militäroperationen als ‚Krieg gegen den Iran‘ die wahre Zielrichtung gegen ein gefährliches Terrorregime. Es liegt nun an der Trump-Regierung, dem Freiheitswillen der Iraner Geltung zu verschaffen und damit den weltweiten Trend gegen Freiheit und Selbstbestimmung umzukehren.