Mögt ihr in der Hölle schmoren! - Kurzfassung

Von Uwe Froschauer,

Vorwort

von CrisHam

Seit mehr als 4 1/2 Jahren tobt in der Ukraine ein irrationaler Krieg gegen das Grundprinzip der europäischen Solidarität. Ohne damit den völkerrechtswidrigen militärischen Angriff Russlands beschönigen zu wollen, kann von Seiten der unabhängig tätigen Journalisten nicht oft und nicht eindringlich genug wiederholt werden, dass die unverantwortlich einseitige Verkürzung des Narrativs auf eben diesen Angriff in den Mainstream-Medien erheblich dazu beigetragen hat und weiterhin beiträgt, den ukrainischen Regionalkonfikt räumlich auszuweiten, immer blutiger zu eskalieren, endlos zu verschleppen und der Gefahr eines Nuklearwaffeneinsatzes näherzubringen. 

Auf der weit unterschätzten emotionalen Ebene hat der Ukrainekrieg seinen Ursprung in einer sehr langen Kette politischer Versäumnisse im Westen, die von einer mangelhaften europäischen Solidarität allgemein und speziell von einer hartnäckigen Tendenz zur Ausgrenzung Russlands aus der europäischen Solidargemeinschaft getragen wurden Im Jahr 2000 hatte Vladimir Putin eine damals viel beachtete, aber danach mit dramitischen Folgen ignorierte Rede vor dem Deutschen Bundestag gehalten, auf welcher er die - realistische - Vision einer engen Partnerschaft zwischen der EU, Russland und dem übrigen Europa entwarf.

Solche Impulse der freundschaftlichen Kooperation und Appelle an das verbindende kulturelle Erbe richtete Russland unter Putin auch an die ukrainsche Führung. Die Antworten der westlichen Politik, bestärkt durch polarisierende Mainstream-Medien, bestanden im Säen von Misstrauen, in neuen Sanktionen bei jeder Gelegenheit, in der absurden Expansion der NATO, in der Aufrüstung der Ukraine und in dubiosen Aktivitäten wie der Einrichtung von Bio-Laboren.

Uwe Froschauers neuer Artikel im Themenbereich Ukrainekrieg kommt unter anderem deshalb ein besonderer Stellenwert zu, weil er es mit seiner erfrischenden, ungeschminkten Offenheit versteht, die politikverdrossenen, von Negativschlagzeilen gestressten Bürger aufzumuntern. Er findet den passenden Ton, der, ohne die Grenze zur Beleidigung zu überschreiten, einer Politik den Respekt versagt, der ihr auch nicht zusteht. 

Er nimmt mit seiner moderat emotionalisierenden Kritik auf sympathische Art ein selbstverständliches demokratisches Recht in Anspruch. Der Autor des folgenden Artikels verteidigt damit wirkungsvoll die Grenzen des freien Diskurses, der ständigen Attacken seitens offizieller Demokraten mit offensichtlichen, aber nicht offen eingestandenen autokratischen Ambitionen  ausgesetzt ist. 

 

 

ARTIKEL:

Mögt ihr in der Hölle schmoren! - Kurzfassung                  

Der ungekürzten Original-Artikel wurde am 25.10.2026 auf https://wassersaege.com erstveröffentlicht.

Von Uwe Froschauer

„Möget ihr in der Hölle schmoren!“ Mit diesen Worten brachte Elon Musk am 24. Oktober 2026 seine Verachtung für diejenigen zum Ausdruck, die das endlose Abschlachten von Menschen vorantreiben, ohne einen realistischen Ausweg aus dem Krieg anzubieten. Ich teile seine Verachtung.

Musk nannte keine Namen. Ich möchte einige nennen, deren politische Entscheidungen und Forderungen ich für besonders erklärungsbedürftig halte: Friedrich Merz, Boris Pistorius, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Ursula von der Leyen, Kaja Kallas, Emmanuel Macron sowie Keir Starmer und sein Nachfolger Andy Burnham.

Sie alle erklären, auf der Seite der Ukraine zu stehen. Aber was bedeutet das? Bedeutet es, immer weitere Waffenlieferungen zu fordern, immer neue Milliarden bereitzustellen und den Menschen zu versprechen, dass irgendwann durch militärischen Druck ein gerechter Frieden entstehen werde? Oder bedeutet es nicht vielmehr, endlich sämtliche diplomatischen Möglichkeiten auszuschöpfen, damit das Sterben aufhört? Die Menschen in der Ukraine brauchen nicht Waffen, sondern eine Zukunft.

Elon Musk und die Grenzen militärischer Unterstützung

Auslöser von Musks scharfer Äußerung war der Streit über die Nutzung seines Satelliteninternetdienstes Starlink durch das ukrainische Militär. Der Unternehmer stellte klar, dass Starlink als ziviler kommerzieller Dienst für Verteidigungszwecke zur Verfügung stehe, nicht aber für offensive Drohnenangriffe.

Musk hat einen erheblichen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geleistet. Zugleich beansprucht er das Recht, Grenzen für die Nutzung seiner Technologie zu ziehen. Das ist ethisch richtig – Frau Strack-Zimmermann, Ihre bellizistischen Agitationen der letzten Jahre sind es meines Erachtens nicht.

Ich möchte an dieser Stelle meine Verachtung für diese widerlichen, eskalationsgeilen Kriegstreiber zum Ausdruck bringen, die sehenden Auges einen Krieg provozieren, der Europa in Schutt und Asche legen würde. Pfui Teufel! Und zu dem solltet ihr euch auch scheren, wenn Ihr mit Eurer hirnlosen Eskalationspolitik so weitermacht! Mich widert eine politische Sprache an, in der von militärischen Fähigkeiten, Abschreckung und strategischen Zielen gesprochen wird, während die Menschen, deren Leben auf dem Spiel steht, zunehmend hinter diesen Begriffen verschwinden.

Die Akteure: Rüstungsinteressen, Konfrontation und „Kriegstüchtigkeit“

„Wie krank und verroht muss man sein?“, fragte Marie-Agnes Strack-Zimmermann angesichts der Einschränkungen von Starlink. Frau Strack-Zimmermann, ich möchte Ihnen Ihre eigene Frage zurückgeben. Wie verantwortungsvoll ist es, immer neue militärische Möglichkeiten zu fordern, ohne zugleich eine überzeugende Antwort auf die Frage zu geben, wie dieser Krieg beendet werden soll? Ich frage mich, welche Rolle dabei Ihre Nähe zur deutschen Rüstungsindustrie spielt. Rheinmetall hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf, Ihrem früheren Wahlkreis. Könnte es sein, dass Ihnen die Interessen der Rüstungsindustrie politisch mehr bedeuten als das Schicksal der Menschen, die in der Ukraine täglich sterben? Die wirtschaftlichen Gewinner lassen sich benennen. Die menschlichen Verlierer ebenfalls. Und dann Ihre moralische Empörung über Elon Musk?! Was für eine Farce. Schauen Sie in den Spiegel!

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die deutsche Ukrainepolitik wiederholt mit dem Anspruch verbunden, Russland militärisch und politisch Grenzen zu setzen. Besonders kritisch sehe ich seine Aussage vom September 2026, Russland führe Krieg gegen den Westen. Eine solche Formulierung verschiebt die Wahrnehmung hin zu einer unmittelbaren Konfrontation. Herr Merz, ich möchte nicht, dass Deutschland in einen Krieg mit Russland hineingerät, den Russland definitiv nicht will, den Bellizisten wie Sie aber provozieren. Was mich besonders empört, sind die Maximalforderungen, die russische Sicherheitsinteressen weitgehend ausblenden. Ich halte es für unrealistisch, dass Moskau Bedingungen akzeptiert, die einer Niederlage gleichkämen. Den Preis dafür bezahlen nicht die kriegsverlängerungswilligen Politiker – für mich die Achse des Bösen –, den Preis zahlen die Menschen an der Front mit ihrem Blut.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat den Begriff der Kriegstüchtigkeit zu einem zentralen Bestandteil der Debatte gemacht. Er begründet diese idiotische Leitidee mit der Notwendigkeit glaubwürdiger Abschreckung. Sie sollten sich einmal mit dem Begriff Friedenstüchtigkeit auseinandersetzen, Herr Pistorius! Sagen Ihnen die Worte „Nie wieder“ etwas? Während zahlreiche zivile Unternehmen unter hohen Energiekosten und Bürokratie leiden, fließen gewaltige Summen in die militärische Produktion. Der Verdacht eines Krieges gegen das eigene Volk liegt nahe. Frieden darf nicht irgendwann zum wirtschaftlichen Problem werden.

Brüssel, Washington und Kiew

Ursula von der Leyen und Kaja Kallas stehen für eine Politik, die auf Sanktionen und aufrüstenden Rahmendaten setzt. Frau von der Leyen, ich möchte wissen, wie die europäische Sicherheitsordnung nach einem Ende des Ukrainekrieges aussehen soll. Und Frau Kallas: Eine europäische Außenpolitik, die sich ausschließlich über Sanktionen, militärische Unterstützung und Abschreckung definiert, ist für den Arsch! Entschuldigung für meine Ausdrucksweise!

Unter Joe Biden verfolgten die USA eine Strategie der Schwächung russischer Fähigkeiten. Donald Trump setzt andere Akzente und verbindet diplomatische Kontakte mit wirtschaftlichen Interessen. Doch was macht Europa? Statt die veränderte amerikanische Haltung als Chance für ernsthafte Friedensverhandlungen zu nutzen, setzen führende europäische Politiker weiterhin auf militärischen Druck.

Präsident Wolodymyr Selenskyj ist für mich nicht die uneingeschränkt selbstbestimmte Symbolfigur des Freiheitskampfes. Er ist ein Vasall des Westens. Sie hätten bei den Verhandlungen in Istanbul im Frühjahr 2022 nicht auf den Westen hören sollen, der „noch nicht bereit war, den Krieg zu beenden“. Sie haben einen großen Fehler gemacht, in Istanbul die weitaus besseren Bedingungen als heute nicht zu akzeptieren. Ihr Volk hat für diesen Fehler mit sehr viel Blut bezahlt!

Der sogenannte „Wertewesten“ verrät seine eigenen Werte, wenn er Menschenrechte und Frieden beschwört, aber die militärische Konfrontation zum bestimmenden Instrument macht. Ich kann diese moralische Selbstgerechtigkeit und Scheinheiligkeit nicht mehr ertragen.

Schluss mit der politischen Selbstgerechtigkeit!

Ich empfinde tiefe Verachtung für eine politische Haltung, die das Leid der Menschen in wohlklingende Durchhalteparolen verpackt und die eigene Strategie gegen grundlegende Kritik abschirmt. Die Verhandlungen von Istanbul im Frühjahr 2022 zeigen, dass schon früh über Neutralität und Sicherheitsgarantien gesprochen wurde. Dass diese Gespräche nicht zu einem Friedensvertrag führten, ist insbesondere dem Westen zuzuschreiben.

Es geht um Menschenleben. Um ukrainische und russische Familien, um Kinder in Kellern und Menschen auf der Flucht. Und es geht um die Zukunft Europas. Ich möchte nicht erleben, dass meine Kinder in einen großen europäischen Krieg hineingezogen werden, weil selbstgerechte Verantwortliche Eskalation mit Entschlossenheit verwechselt haben.

Elon Musks Worte sind drastisch. Ich teile seine Verachtung für eine Haltung, die das fortgesetzte Töten hinnimmt, ohne überzeugende Wege aus dem Krieg aufzuzeigen. Schluss mit der Kriegstrommelei. Schluss mit der moralischen Selbstgerechtigkeit. Es ist höchste Zeit, dass Diplomatie wieder Vorrang erhält. Nicht irgendwann – sondern jetzt.