Die Welt befindet sich im Zustand des Chaos und unsere Zivilisation hat aufgehört, eine sichere Festung zu sein, die unsere Freiheit garantiert. Es ist nicht schwer zu zeigen, dass die Ursachen der Systemkrise in manipulativen Eingriffen durch Kräfte bestehen, denen es um Geld und um unkontrollierte Macht geht.
Aber die Schuld an dieser Entwicklung tragen wir selbst, die Bürger des Westens. Wir sind es, die Jahrzehntelang daran mitgewirkt haben, dass aus der Demokratie eine Zuschauerveranstaltung werden konnte, wir sind es, die passiv dabei zugesehen haben, wie dieselbe Demokratie mit irrsinnigem Aufwand militärisch in Vietnam, im Irak, in Afghanistan und in Syrien erfolglos verteidigt wurde. Dieses komplette, aber von den Medien unkritisch begleitete Desaster, das im erniedrigenden Abzug der US/Truppen aus Afghanistan gipfelte, war vorhersehbar. Denn konsistent vorgelebte Freiheit und Demokratie setzen sich gewaltfrei nach dem Vorbildprinzip durch.
Wir, die Bürger der freiheitlichen Zivilisation sind es auch, die sich seit mehr als einem Jahrhundert gegeneinanderhetzen lassen, Nichtjuden gegen Juden, eine Nation gegen die andere, Linke gegen Rechte und jetzt, in vermeintlicher europäischer Solidarität - alle gegen die Russen.
Wir sind es aber auch, die wir uns selbst aus den Klauen eines zutiefst unaufrichtigen Systems befreien können - eines Systems, das uns Gutes vorgaukelt und Schlechtes in falscher Verpackung verkauft, das uns Freunde als Feinde und tatsächliche Rivalen als Freunde präsentiert.
Während der Jahrtausende der Zivilisation ist Freiheit den Nationen nie geschenkt worden, stets musste sie hart erstritten werden. Aber heute leben wir in einer grossen Gemeinschaft von Nationen, die sich schon vor Generationen von der Herrschaft einer adeligen Aristokratie befreit hat. Auf diesem Fundament können wir NOCH aufbauen und die freiheitliche Demokratie endlich zu einem wirklich sicheren Bollwerk ausbauen, das sie gegenwärtig nicht ist.
Die Initiative zu den notwendigen gründlichen Reformen muss von den demokratischen Bürgern der westlichen Nationen ausgehen. Nach dem ersten Satz der Verfassung der USA sind SIE der alleinige legitime Souverän ihrer Staatsterritorien. – Diesen Gedanken muss man ganz tief verinnerlichen – Die demokratischen Bürger sind der Souverän im Lande, nicht die Politiker; die sind nur auf Zeit gewählte Repräsentanten. Die Befreiung von undemokratischer Geldherrschaft, von Wahrheitsverbiegung und Militarismus ist eine unbedingt gewaltfreie. Die allein akzeptablen Waffen unter zivilisierten Menschen sind mentaler Art – die Wahrheit, das aufrichtige Wort und das rationale Argument. Dagegen sind Hetze, Intrigen, Meinungszensur, Emotionalisierung und Gewalt als kontraproduktiv abzulehnen.
Das grosse Chaos, in welchem sich die Menschheit gegenwärtig befindet, war vorhersehbar und damit auch das ganz grosse Chaos, zu dem das augenblickliche nur der bescheidene Anfang ist, wenn der Kurs nicht sehr bald korrigiert wird. Zu diesem Thema schreibe ich seit August 2009. Seit Beginn des Ukrainekrieges veröffentliche ich alle meine Schriften hier auf dieser Homepage. https://www.frieden-freiheit-fairness.com.
Die vorausliegenden Veränderungen erfordern aufgeklärte, idealistische Bürger und Politiker; deshalb muss eine der ersten Warnungen psychologischen Fallen gelten, die jahrzehntelang eine sachliche Aufklärung und rationale Politik torpediert haben.
Eine der fatalen menschlichen Neigungen besteht darin, langfristig wirkende verderbliche Entwicklungen zu ignorieren, dafür aber auf sensationelle Einzelereignisse überzureagieren. Die Medien des Mainstream sind ganz gross darin, solche Sensationseffekte zu steigern und für einseitige Propaganda zu nutzen. Ein zweites gefährliches Psychophänomen stellt das traurige Ergebnis von vielen Jahrtausenden autokratischer Herrschaft dar. Dieses Ergebnis langer Unterdrückung besteht darin, dass sich heutige westliche Bürger gegenüber ihren gewählten Politikern wie gehorsame Untertanen verhalten, während sie als legitimer Souverän ihres Landes diese Personen wachsam kontrollieren sollten.
Die unkritische Bereitschaft zur bedingungslosen Unterordnung unter staatliche Autoritäten schwächt die Demokratie. Die Unterwürfigkeit wird besonders dann gefährlich, wenn sensationelle Ereignisse eintreten. In solchen emotionalen Situationen fällen Politiker mitunter höchst fragwürdige Spontanentscheidungen – und autoritätshörige Bürger akzeptieren sie unwidersprochen.
Ein Beispiel war der Fukushima-Atomunfall an der Ostküste Japans im Jahr 2011. Ursache war dort ein gigantischer Tsunami und damit ein nicht auf Deutschland übertragbares Ereignis. Doch die Regierung Merkel nahm es zum Anlass, aus der Atomtechnologie auszusteigen. Vorhersehbarer Weise wurde damit eine langfristige Abhängigkeit von Energieimporten vorprogrammiert. Der Verzicht auf technisch sicher produzierten deutschen Atomstrom macht nunmehr den Import von viel weniger sicher produziertem tchechischem und französischem Atomstrom notwendig. Doch nichts hat die Abrissbefürworter von der Umsetzung ihrer destruktiven Entscheidung abgebracht – auch nicht das Argument der Klimaneutralität von Atomenergie.
In einem Interview wurde Angela Merkel einmal gefragt, was Politik für sie ausmachen würde. Ihre bemerkenswerte Antwort lautete, „auf den richtigen Moment warten.“ Nicht nur beim Atomausstieg generierte ihre Politik in solchen ‚richtigen Momenten‘ grundfalsche Entscheidungen mit verheerender Langzeitwirkung.
Ein weiter gefasster Rückblick auf westliche Politik seit etwa dem Jahr 1900 zeigt viele falsche politische Weichenstellungen. Die allermeisten davon wurden auch nachträglich nie korrigiert. Der Zustand des Chaos, in welchem sich die Welt gegenwärtig befindet, stellt nichts weiter als das Ergebnis einer Akkumulation nie korrigierter Fehler dar.
Zu den folgenschwersten historischen Fehlentscheidungen gehörte die Verabschiedung des Federal Reserve Act im Jahr 1913, also kurz vor dem 1. Weltkrieg. Es war der bedeutendste Einzelschritt, der dem heute weltweit etablierten Zentralbankensystem den Weg bereitet hat; das Zentralbankensystem aber bildet das Rückgrat einer faktischen Geldherrschaft, die den freiheitlichen Rechtsstaat, die faire Marktwirtschaft und die Demokratie verfälscht und inzwischen zu ersticken droht.
Trotz berechtigter Bedenken erhielt der brisante Federal Reserve Act 1913 genügend politische Zustimmung – vor allem aus zwei Gründen. Einer davon bestand in einem Lockmittel, nämlich der angekoppelten Einführung des Dollar. Diese erste Einheitswährung für die gesamten USA brachte ein Ende des Wirrwarrs vieler kleiner Währungen und erleichterte den Zahlungsverkehr für die Bürger beträchtlich.
Der zweite Grund für die Verabschiedung des langfristig destruktiven Federal Reserve Act bestand in der Unübersichtlichkeit seines geldpolitischen Regelwerks.
Die meisten Bürger und Politiker haben den Kernvorgang der Neuschöpfung von Geld hinter den komplizierten Regeln des Gesetzes gar nicht begriffen. Erst heute wird grösseren Teilen der Bürger klar, dass neues Geld überwiegend bei der Kreditvergabe geschaffen wird. Dabei schreiben Geschäftsbanken dem Darlehensnehmer Geldbeträge auf seinem Konto gut, die vorher gar nicht existiert haben. Zugleich mit diesem aus dem Nichts kreierten Guthaben entsteht bekanntlich eine Schuld des Kreditkunden, der diesen Betrag mit Zinsen ratenweise zurückzahlen muss. Allerdings liegt keine authentische RÜCKzahlung vor, sondern eine einseitige BEzahlung des aus dem Nichts kreierten Darlehensbetrages mit tatsächlich erarbeitetem Geld.
So passt auch die Metapher, dass die Banken mit diesen aus der Luft kreierten Guthaben das Zahlungsmittel Geld mit der Zeit immer mehr in Casinogeld verwandeln, indem es zunehmend in Hände gerät, die es nicht erarbeitet haben. Dabei hilft eine lobbybeeinflusste pseudoliberale Gesetzgebung, die den Weg für Spekulationsspiele von Investoren, Hedgefonds und risikobereiten Banken ebnet, während die Kaufkraft des Geldes für die Bürger schwindet.
In der doppelten Buchführung einer Bank wird zwar die Schuldtilgung des Kunden sauber erfasst, aber die Bank zahlt der demokratischen Gesellschaft den Betrag, den sie aus der Luft generiert und durch verdientes Geld mit Zinsen ersetzt bekommen hat, niemals zurück.
Geldschöpfung durch Geschäftsbanken existiert schon seit Jahrhunderten, aber der Federal Reserve Act hat diesen Vorgang stark rationalisiert, zentralisiert und hinter einer Zentralbank getarnt, die zwar spektakulär Geld druckt, in diesem Vorgang aber nur Kontoguthaben in Banknoten umwandelt. 90 bis 95 % der wirklichen Geld-Neuschöpfung erfolgt bei den privaten Geschäftsbanken.
So sind 1913 die Weichen der Geldpolitik und damit langfristig auch der realen Machtverhältnisse auf der Erde in eine verheerend falsche Richtung gestellt worden, zum gigantischen Langzeitvorteil der grossen Bankhäuser. Dabei wäre diese Geburtsstunde des Dollar der passende Anlass gewesen, nachholend ein altes Grundprinzip der Souveränität zu verwirklichen. Nach diesem kommt allein dem Staatssouverän das Recht zu, Geld neu zu schaffen. Im historischen Altertum und im Mittelalter war das der autokratische Landesherr, also König oder Fürst. Im modernen freiheitlichen Rechtsstaat ist dieser Souverän nach Satz 1 der Verfassung der USA die demokratische Nation. Allein ihr steht folglich das Recht zur Geldschöpfung zu. Das gilt auch moralisch, denn anders als Banken schafft die Nation auch die Waren und Dienstleistungen und damit den Gegenwert für das Geld.
Thomas Jefferson, einer der führenden Begründer der demokratischen USA, hatte schon weit über 100 Jahre vor dem Federal Reserve Act von 1913 wiederholt und eindringlich vor der wachsenden Macht der Bankinstitute gewarnt. Solche Erkenntnisse hätten bereits während der amerikanischen Gründerjahrzehnte in Gesetzesinitiativen einmünden müssen, welche das souveräne Recht der Nation auf Geldschöpfung verankern.
Dies zu unterlassen war das wohl folgenschwerste historische Versäumniss aller Zeiten. Seither hat sich eine Entwicklungsverwerfung der Zivilisation aufgetan. Auf der einen Seite geraten demokratische Rechtsstaaten zunehmend in Verschuldung, Entwicklungsstagnation, soziale Ungleichgewichte und Abhängigkeit vom Bankensystem. Auf der anderen Seite prosperiert ein global vernetztes Finanzimperium mit zunehmendem Einfluss auf politische Entscheidungen, die korrekter Weise im Zuständigkeitsbereich der demokratischen Nationen liegen. Alarmierender Weise gilt das besonders für die Militärpolitik.
Banken verdienen seit Jahrhunderten an Krediten für Waffengeschäfte. Ihr dadurch verständliches Interesse an Krieg war aber zunächst ungefährlich. Doch seit dem Federal Reserve Act von 1913 sind sie in wachsendem Umfang befähigt, proaktiv Kriegsgeschäfte anzusteuern.
Die erste Gelegenheit bot sich schon 1914 bei Rüstungslieferungenen im 1. Weltkrieg. Banken finanzierten nicht nur im grossen Umfang amerikanische Waffenlieferungen, sie vermittelten und organisierten auch die Geschäftskontakte gegen Provision von 1 bis 8%.
Eines der Hauptmotive für den Kriegseintritt der USA im Jahr 1917 war die Sorge vor einem Verlust der Kredite, falls Grossbritannien und Frankreich verlieren sollten.
Weil aber aus diesem gigantischen historischen Fehler nicht gelernt wurde, wiederholt er sich jetzt vor unseren Augen im Ukrainekrieg. Nach fast vier Jahren Waffenlieferungen kann die Rückzahlung der Kredite nur noch aus einem besiegten Russland herausgepresst werden. Rationale Verhandlungslösungen, wie sie Trump anstrebt, werden von europäischen Politikern wie Starmer, Macron und Merz erschwert oder verhindert, wie sich noch zeigen wird. Die wirksamste Friedensbremse sind gesteigerte Waffenlieferungen, welche die Verhandlungsbereitschaft der Kiewer Regierung untergraben.
Wir stehen jetzt vor einer der bedeutendsten Weichenstellung der Geschichte. Auf dem augenblicklichen Kurs bestätigt sich das unbarmherzige Gesetz, dass solche Gesellschaften untergehen, die unfähig sind, aus ihren historischen Fehlern zu lernen.
Denn dieses Gesetz ist mit einem zweiten gekoppelt. Diesem zufolge wachsen die Kräfte, die von solchen Fehlern profitieren, immer weiter an, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und gestoppt werden.
Auf dem langen Entwicklungsweg bis heute haben beide Kernfehler, die Geldschöpfung durch Banken und die Durchdringung von Finanzsektor, Rüstungsindustrie und Politik ein weit verzweigtes Geflecht von Folgefehlern nach sich gezogen.
Doch davon bei nächster Gelegenheit. Diese Botschaft möchte ich mit zwei Bitten schliessen. Verinnerlichen Sie das Bewusstsein, dass wir, die demokratischen Bürger der freiheitlichen Nationen, die legitimen souveränen Landesherren unserer Staatsterritorien sind. Aktive demokratische Teilhabe hat vor allem mit freiem Informationsaustauch und unabhängiger Meinungsbildung zu tun. Wenn Sie einen Artikel wie diesen für richtig und wichtig halten, scheuen Sie bitte nicht die Mühe der Weiterleitung oder Weiterempfehlung an Freunde. Durchschlagend erfolgreich wird eine Botschaft dadurch, dass sie viral geht.