Neujahrsbotschaft 2026 - Die Herrschaft des Geldes außer Kontrolle – Kurzversion

Von CrisHam, 1. Januar 2026

Die Welt versinkt im Chaos, und unsere westliche Zivilisation bietet keine sichere Garantie mehr für Freiheit. Die Ursachen dieser systemischen Krise liegen in manipulativen Interventionen von Kräften, die nach Geld und undemokratischer Macht streben. 

Doch wir, die Bürger des Westens, tragen die Hauptverantwortung: Wir haben zugelassen, dass die Demokratie zu einem Zuschauerspektakel verkommt und passiv zugesehen, wie sie angeblich in kostspieligen, letztlich gescheiterten Kriegen verteidigt wird. Dies war 20 Jahre lang in Vietnam der Fall, 9 Jahre im Irak, 20 Jahre in Afghanistan und 14 Jahre in Syrien – neben vielen anderen. Beunruhigender Weise wurde der endgültige Zusammenbruch des globalen Sicherheitsgleichgewichts nicht als solcher erkannt, als sich das US-Militär im August 2021 auf höchst demütigende Weise aus Afghanistan zurückzog.

Freiheit triumphiert nicht durch militärische Gewalt, sondern gewaltfrei durch ihr konsequentes Praktizieren als Vorbild. Stattdessen haben westliche Bürger über ein Jahrhundert lang ihre Spaltung zugelassen: Nichtjuden gegen Juden, Nation gegen Nation, Links gegen Rechts – und heute alle gegen Russland. Doch wir können uns von diesem irrationalen und verlogenen Zeitgeist befreien, der Güte vortäuscht, das Böse in falscher Form verkauft und der Freunde zu Feinden und Rivalen zu Freunden erklärt.

Freiheit wurde nie geschenkt; sie musste immer erkämpft werden. Glücklicherweise haben bereits unsere Vorfahren diese Zivilisation von aristokratischer Herrschaft befreit. Daher kann und muss unsere Befreiung von der wachsenden Bedrohung durch die Herrschaft des Geldes, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit durch und den Militarismus gewaltlos erfolgen. Die einzig zulässigen Waffen sind intellektueller Natur: Wahrheit, ehrliche Worte und rationale Argumentation. Meinungszensur, Aufstachelung, Intrigen und Gewalt müssen zurückgewiesen werden.

Das gegenwärtige Chaos war vorhersehbar und ist nur der Anfang eines weitaus größeren, sofern der politische Kurs nicht bald korrigiert wird. Ich schreibe seit 2009 über diese Bedrohung. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine werden alle meine Texte hier auf https://www.frieden-freiheit-fairness.com veröffentlicht.

Die jetzt überfälligen Warnungen schliessen zwei psychologische Fallen ein, die rationale Politik jahrzehntelang behindert haben:

Die erste ist die Tendenz der Menschen, langfristig zerstörerische Entwicklungen zu ignorieren und auf spektakuläre Ereignisse – die von der Propaganda der Mainstream-Medien bewusst verstärkt werden – überzureagieren.

Das zweite Psychophänomen ist ein Produkt jahrtausendelanger autokratischer Herrschaft: Bürger verhalten sich wie mittelalterliche Untertanen und nicht wie die demokratischen Souveräne ihrer Gebiete.

Diese unkritische, unterwürfige Haltung ist in Krisen besonders gefährlich. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 beschloss die deutsche Regierung unter Angela Merkel den Atomausstieg – obwohl eine vergleichbare Situation dort unmöglich ist. Die Folgen sind eine langfristige Abhängigkeit von Energieimporten und die Nutzung weniger sicherer Atomkraft aus Frankreich und Tschechien. Angela Merkel definierte Politik einmal als „Warten auf den richtigen Moment“ – Momente, in denen, wie schon so oft, folgenschwere Fehlentscheidungen getroffen wurden.

Die westliche Politik seit etwa 1900 ist von unkorrigierten Fehlern geprägt, deren Anhäufung das heutige Chaos erklärt. Der folgenreichste Fehler war der Federal Reserve Act von 1913, das Fundament des heutigen globalen Zentralbankensystems. Dieses hat sich inzwischen zu einem Finanzimperium entwickelt, das die Rechtsstaatlichkeit infrage stellt und eine faire Marktwirtschaft sowie die Demokratie untergräbt.

Trotz Bedenken wurde das Gesetz aus zwei Gründen verabschiedet: Zum einen wegen der attraktiven Einführung des Dollars, der ein Gewirr kleiner Währungen ersetzte. Zum anderen wegen der komplexen Regeln, die den wahren Geldschöpfungsprozess verschleierten. So wussten und wissen die meisten Menschen bis heute nicht, dass neues Geld hauptsächlich durch die Kreditvergabe privater Geschäftsbanken geschaffen wird. Diese schöpfen Geld aus dem Nichts, das von den Kreditnehmern mit Zinsen aus tatsächlich verdientem Geld zurückgezahlt werden muss. 

Während die Banken für dieses fiktive Geld reales Geld plus Zinsen erhalten, geben sie den geschaffenen Betrag nie an die Gesellschaft zurück. So wird reales Geld nach und nach in „Casinogeld“ verwandelt. Der Federal Reserve Act zentralisierte und verschleierte diesen Mechanismus. Heute finden 90–95 % der Geldschöpfung bei Privatbanken statt, während die spektakuläre Gelddruckmaschine der Zentralbank lediglich bereits vorhandene Kontostände in Banknoten umwandelt. Damit wurde 1913 ein verhängnisvoller Kurs eingeschlagen, der großen Finanzinstitutionen enorme langfristige Vorteile verschaffte.

Anstatt dem Bankensektor beispiellose Privilegien einzuräumen, hätte die Einführung des Dollars als ideale Gelegenheit gesehen werden müssen, das Souveränitätsprinzip umzusetzen: Nur der souveräne Herrscher eines Landes, in einer Demokratie also die Nation, darf Geld schöpfen. Bereits über 100 Jahre zuvor hatte Thomas Jefferson vor der Macht der Banken gewarnt. Dieses Versäumnis ist der folgenreichste historische Fehler, der zu einem bedrohlichen Ungleichgewicht der Zivilisation geführt hat: Demokratische Staaten versinken in Schulden, Abhängigkeit und sozialer Ungleichheit, während ein globales Finanzimperium mit wachsendem Einfluss prosperiert. 

Dies ist besonders gefährlich im Hinblick auf militärpolitische Entscheidungen. Banken haben jahrhundertelang von Rüstungskrediten profitiert. Seit 1913 können sie auch aktiv Kriege in großem Umfang fördern. Im Ersten Weltkrieg finanzierten und vermittelten sie US-Waffenlieferungen; selbst der Kriegseintritt der USA 1917 war hauptsächlich durch die Angst vor dem Verlust von Krediten motiviert.

Das Muster wiederholt sich im Ukraine-Krieg: Nach fast vier Jahren Waffenlieferungen können die Kredite nur noch von einem besiegten Russland zurückgefordert werden. Verhandlungslösungen werden durch Politiker wie Starmer, Macron und Merz mit ihren ständigen Forderungen blockiert. 

Wir stehen an einem historischen Wendepunkt. Gesellschaften, die nicht aus Fehlern lernen, gehen zugrunde, während diejenigen, die von solchen Fehlern profitieren, wachsen – wenn man sie nicht rechtzeitig stoppt. Die Kernfehler – die Zulassung privater Banken zur Geldschöpfung und das Versäumnis, den finanziellen Einfluss auf Politik und Militär einzuschränken – haben ein weitreichendes Netz nachfolgender Fehler und zerstörerischer Entwicklungen ausgelöst.